Geschichte

Seinen Namen verdankt unser Restaurant meinem Geburtsort Portomarin, einem kleinen Dorf in Galicien im äußersten Nordwesten Spaniens. Originale Schwarz-Weiß-Fotos aus den 60er Jahren an unseren Wänden erinnern an die wechselvolle Geschichte des Ortes.

Die Gründung Portomaríns geht auf das zweite Jahrhundert zurück, als die erste feste Steinbrücke von den Römern über den Fluß Miño gebaut wurde. Schnell entstand hier dann die erste Siedlung. Im Mittelalter wurde Portomarín dank dieser Brücke zu einer der wichtigsten Stationen auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela, da es sonst keine Möglichkeit gab, den Fluß ohne Boote oder Floße zu überqueren. Zweimal wurde das Dorf zum Weltkulturerbe erklärt und dennoch mußte es 1963 kommerziellen Interessen weichen, als die nationale Stromgesellschaft beschloß, ganz in der Nähe eine Talsperre zu bauen, den Fluß zu fluten und damit Portomarín in den Wassermassen versinken zu lassen. Für die Einwohner des Dorfes wurde auf den Hügeln des Rio Miño ein neues Portomarín erbaut.

Als einziges Zugeständnis an die Einmaligkeit und den kulturellen Wert des über anderthalb Jahrtausende gewachsenen Ortes wurden die beiden Kirchen des alten Portomarín zunächst Stein für Stein nummeriert, einzeln abgetragen und dann im neuen Dorf originalgetreu wieder aufgebaut.

Das Portomarín von heute hat etwa 1000 Einwohner und befindet sich inmitten der aufstrebenden Weinregion mit eigener Herkunftsbezeichnung „Ribeira Sacra Lucense“. Es beherbergt als einer der malerischsten Orte auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela jährlich zigtausende von Pilgern, die zu Fuß, zu Pferd, per Fahrrad oder Bus durch das Dorf kommen. Portomarín ist die Wiege des exquisiten Tresters Orujo, einem sehr bekömmlichen „Feuerwasser“, das Sie natürlich bei uns im Restaurant probieren können.

Jacobsweg (Camino de Santiago) und Galicien

Der Pilgerweg nach Santiago de Compostela führt seit mehr als tausend Jahren durch den Norden Spaniens zur berühmten Kathedrale, wo der Legende nach der Apostel Jacobus begraben liegt. Schon im Mittelalter galt das Gotteshaus als eine der bedeutendsten Pilgerstätten. Damals führte ein dichtes Netz von Jakobspfaden durch ganz Europa. Die meisten davon vereinigten sich südlich der Pyrenäen zu einem Hauptweg. Der spanische Teil des Jakobswegs nennt sich heute „Camino de Santiago“. Eine gelbe Jakobsmuschel – ehemals von den Pilgern zum Wasser schöpfen verwendet und heute Wahrzeichen des Jacobswegs – weist auf Schildern oder Steinen den Weg zum Ziel.

Vielleicht möchten Sie diese traumhafte und unverbrauchte Region Spaniens ja einmal selbst kennenlernen.

Südblick auf den Rio Miño in Portomarín
Jesús & Patricia auf dem Jacobsweg in Portomarín
Überreste der römischen Brücke im Río Miño in Portomarín
Bizarre Baumruinen am Ufer des Río Miño in Portomarín
Steinerne uralte Aalreusen bei Niedrigwasser im Río Miño in Portomarín